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Einwecken auf traditionelle Weise

Posted by admin | Posted in Haus & Garten | Posted on 01-08-2010

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Wenn man sich ein wenig in Großmutters Keller umschaut, dann entdeckt mal kleinere und größere Gläser, in denen meistens rote Gummis liegen und die mit einem gläsernen Deckel bedeckt sind. Damit hat man die erste Bekanntschaft mit den traditionellen Möglichkeiten des Haltbarmachens von Lebensmitteln aller Art im privaten Rahmen gemacht. Einmachgläser aus der industriellen Produktion sind vor allem in den kleineren bäuerlichen Wirtschaften sehr beliebt, die weitgehend auf Selbstversorgung setzen oder die zeitweise auf Grund ihrer abgeschiedenen Lage darauf angewiesen sind.

Klassische Einmachgläser mit Glasdeckel und Dichtringen werden im befüllten Zustand erhitzt. Für kleinere Mengen reicht ein großer Topf, wobei man einen Rost oder einen Metallring unter das zu erhitzende Glas sollte. Wer regelmäßig und viel einkocht, der sollte sich einen richtigen Einwecktopf zulegen. Er besteht aus dem Bottich selbst und einem Einsatz, auf den die Gläser gestellt werden, damit sie den Boden nicht berühren. Auch verfügt der Einkochtopf über ein Loch im Deckel, in das ein Thermometer eingesteckt werden kann.

Findige Hausfrauen haben auch erkannt, dass sich die WM 66 gut zum Einwecken eignet, wenn man das Wellrad der Waschmaschine entfernt und nur die Heizfunktion nutzt. Deshalb hat so mancher ehemalige DDR Bürger dieses Modell noch in der Waschküche oder im Hobbykeller stehen. Wenn man dann in den Bottich noch metallene Topfuntersetzer mit einer abgekniffenen Ecke stellt (um die Rundungen des Bottichs auszugleichen), hat man Platz für bis zu neun Einweckgläser mit einem Fassungsvermögen von zwei Litern. Allerdings sollte die Temperaturanzeige der Waschmaschine noch intakt sein oder man muss ein zusätzliches Thermometer benutzen.